Wir kennen uns fast ein ganzes Leben lang… zwei Frauen, die malen
Wir begegneten uns in den 60er Jahren an der Berliner Humboldt-Universität,
als wir beide Kunsterziehung und Germanistik studierten.
Wir lernten im Studio „Bildende Kunst“ bei Dieter Goltzsche das zeichnerische
Handwerk.
Ende der 80er Jahre entdeckten wir das Oderbruch und machten die
Dörfer Kienitz und Groß Neuendorf zu unseren zweiten Wohnsitzen. Hier begannen
wir zu malen und folgten den Spuren Theodor Fontanes.
Dann kam die Wende, die eine von uns verlor ihre Stelle als Werbeleiterin und die andere, damals Galeristin, kündigte. Die klassische Ostkarriere lag vor uns, ABM, arbeitslos, freiberuflich, dann wieder das eine oder andere. Aber auch die Grenze nach Polen öffnete sich und der Grenzübergang Hohenwutzen wurde für uns das Tor zum anderen Ufer der Oder. Nun gingen wir auch hier auf Entdeckungsreise.
Noch im Jahr der Wende stellten wir das erste Mal unsere Pastelle und Aquarelle
in der Kirche Kienitz (zusammen mit der Pfarrfrau Erna Roder und der Augenärztin
Dagmar Stade) aus. 1993 erscheint unser erster Oderbruchkalender
mit Motiven aus dem Oderbruch. Wir machten Malwanderungen,
brachten Bilder, Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen mit unseren polnischen
Nachbarn mit. Diese veröffentlichten wir 1993 in unserem ersten Buch „Und
der Himmel wurde blauer, und die Seele wurde weit“.
Das zweite folgte 1997 unter dem Titel „Ist es die Luft, die klingt, oder ist es das eigene Herz“.
Studium und Ehe, Beruf, Kinder, Enkelkinder und eine Scheidung, all das hat unsere Freundschaft überdauert.
Und doch sind wir nur zwei Frauen die malen...
Das 20. Kalenderfest
findet
am 22.09.2012
im Gasthof zum Alten Fritz
statt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.