Pastelle und Aquarelle am Hafen
Von Doris Steinkraus
Das Oderbruch ist um eine Ausstellungsadresse reicher. In der Galerie am Maschinenhaus in Groß Neuendorf wurde am Sonntag die erste Exposition eröffnet. Mit Barbara Nagel und Gisela Neumann eröffneten zwei mit der Region stark verwurzelte Malerinnen den Ausstellungsreigen. Drei weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Sie dürfte einer der größten Ausstellungsräume in der Region sein, die einstige unansehnliche Lagerhalle neben dem Maschinenhaus. "Einfach traumhaft", schwärmte Barbara Nagel. "Es war schon ein unbändiges Vergnügen, die Ausstellung aufzubauen." Dass die beiden Frauen die Ausstellungspremiere bestreiten, war ein Zufall. Bärbel Tille und Frank Schubert als Betreiber des gesamten Areals rund um das Maschinenhaus hatten etwa 50 Künstler im Oderbruch angeschrieben. "Wir haben sie informiert, dass es eine neue Möglichkeit gibt, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu zeigen. Barbara Nagel und Gisela Neumann gehörten zu denen, die gleich reagierten und so haben wir sie für die erste Ausstellung gewonnen", erzählte Bärbel Tille. Und so kehrten Nagel/Neumann nach Groß Neuendorf zurück. In jenen Ort, in dem sie zehn Jahre lang beim Kalenderfest viele Freunde an ihren jährlich neu startenden malerischen Erkundungen des Oderbruchs teilhaben ließen. Vor drei Jahren waren sie mit dem Fest, weil es Neumanns Hof in Groß Neuendorf sprengte, nach Altlewin umgezogen. Und zeigten sich nun um so glücklicher über diese Möglichkeit, außer der Reihe an ihren angestammten Ausstellungsort zurückkehren zu können. "Diese Großzügigkeit, diese Blicke", zeigte sich Gisela Neumann gleich ihrer Mal-Freundin von der neuen Galerie begeistert. Beide sind überzeugt, dass sich viele Künstler-Kollegen um eine Ausstellung in dem ungewöhnlichen lichtdurchfluteten Ambiente bewerben werden. Auch die Besucher zeigten sich angetan. "Wir fahren schon viele Jahre zu den Hoffesten der beiden Frauen", erzählte Gerlinde Schwuchow, die mit ihrem Mann Werner aus Hennickendorf an die Oder gekommen war. "Gerade jetzt ist das Oderbruch so fantastisch mit seinem blauen Himmel und den gelben Rapsfeldern. Hier in der Ausstellung sieht man so viele tolle Landschaften. Wir sind begeistert und werden bestimmt wieder kommen", so Gerlinde Schwuchow. Ihre Begeisterung teilten viele an diesem Nachmittag. Auch die Betreiber selbst zeigten sich beeindruckt und dankten Jutta Lieske und Ortsbürgermeister Kai Hermann, hätten doch gerade sie mit großen Anteil daran, "dass der Gemeinde dieses schöne Geschenk gemacht werden konnte", so Bärbel Tille. Jutta Lieske, heute SPD-Landtagsabgeordnete, hatte sich als Letschiner Amtsdirektorin und Bürgermeisterin dafür eingesetzt, dass die 1995 von der Gemeinde und dem Landfrauenverein geborene Vision Realität werden konnte. Auch die Gemeinde hielt an dem Projekt, das oft ihre Kräfte zu übersteigen drohte, fest. Bärbel Tille und Frank Schubert hatten den Mut, das kühne Vorhaben zu Ende zu führen. "Hut ab vor den Investoren", befand Karsten Kind, Landwirt aus Groß Neuendorf. Er freute sich besonders über das Wiedersehen mit den beiden Malerinnen, deren Arbeiten er seit Jahren kennt und schätzt. Bis zum 14. Juni sind die Aquarelle und Pastelle zu sehen. Darunter auch schon nagelneue. "Wenn die Störche zurück kommen, sind auch wir da", umschrieb es lachend Barbara Nagel. So sind bereits neue Bilder bei Neubarnim entstanden. Auch Leihgaben bereichern die Ausstellung, die insgesamt interessante Einblicke quer durchs Oderbruch bietet und Motive von Sydowswiese über Altglietzen, Neutrebbin, Neulietzegöricke und Bleyen bis hin nach Neutrebbin und immer wieder auch nach Kienitz und Groß Neuendorf bietet.
Noch immer der gleiche Traum
Barbara Nagel und Gisela Neumann stellen am Sonnabend mit einem Fest ihren 12. Oderbruchkalender vor
Von Doris Steinkraus
Altlewin (MOZ) Zum 12. Mal laden Barbara Nagel und Gisela Neumann zum Kalenderfest ein. Veranstaltungsort wird zum zweiten Mal das Areal rund um den Gasthof 2Zum Alten Fritz" in Altlewin sein. Im vergangenen Jahr waren die in Kienitz und Groß Neuendorf tätigen Malerinnen nach zehn Jahren Kalenderfest auf Neumanns Hof nach Altlewin umgezogen. Die Premiere war außerordentlich erfolgreich. Das Fest hat damit eine neue Heimatstatt gefunden. Er hat das längst vertraute Outfit, stimmt auch mit dem Deckblatt traditionell ein auf die nachfolgenden Bilder, die den Betrachter durch das nächste Jahr begleiten sollen. Gisela Neumann und Barbara Nagel waren wieder in ihrer zweiten Wahlheimat unterwegs, zeigen die Ergebnisse ihres Träumens. Gisela Neumann hat die Landschaft in Aquarellen eingefangen, Barbara Nagel wie gewohnt in Pastellen. Die Bilder scheinen sich zu gleichen, müssen es wohl auch, denn in der Technik unterscheiden sie sich nicht von denen der anderen Kalender. Und doch beschert der Jahresbegleiter wieder manch neue Einsicht, geliefert durch die Natur selbst. "Die Landschaft ändert sich ständig. Man kann an den selben Orten immer wieder neues Entdecken", steht für Barbara Nagel fest." Wir suchen aber auch bewusst neue Orte, waren zum Beispiel zu ersten Mal bis Bad Freienwalde", ergänzt Künstler-Kollegin Gisela Neumann. Der Kalender lohnt sich nicht nur wegen der neuen Ansichten. Er ist einmal mehr eine Kombination von Wort und Bild. Vor drei Jahren hatten die beiden Wahl-Oderbrüchnerinnern den Kontakt zu Eva Strittmatter gesucht. Sie baten sie um die Zustimmung, Zitate ihres Mannes Erwin für jedes Monatsblatt verwenden zu dürfen. Die Schriftstellerin war vom Resultat so begeistert, dass sie nicht lange überlegte, als Gisela Neumann und Barbara Nagel für den Kalender 2004 Zitate von ihr selbst erbaten. Nun soll es noch mal ein Kalender werden, der eng mit dem Namen Strittmatter verbunden ist. Dieses Mal enthält er im Wechsel Worte von Erwin und Eva Strittmatter. Eva Strittmatters Worte "Immer der gleiche Traum" war denn auch Namensgeber des neuen Kalenders, passend wie so vieles in dieser Künstlerkombination. "Wir haben die gleiche Wellenlänge", freut sich Gisela Neumann. "Wir schöpfen wie sie aus der Natur viel Kraft. Wir lieben wie sie Poesie und Natur." Es scheint, als ob die Zitate eigens für jedes Blatt geschrieben wurden und doch war es umgekehrt. Die Frauen lasen bei Strittmatters und fanden ihre Bilder dazu. Ob Eva Strittmatter wie im vergangenen Jahr zum Kalenderfest kommt, ist noch nicht klar. In jedem Falle wird es wieder viel Trubel geben. In der Hofgalerie sind die Bilder des zurückliegenden Malsommers der beiden Frauen zu sehen. In der Backsteinkirche erklingt ab 15 Uhr Musik und um 16 Uhr gibt's das legendäre "Colorus de Flamenso". Kirsten und Jürgen Dunkel halten viele kulinarische Genüsse bereit und wie immer erwartet die Besucher ein Markt mit Oderbruchspezialitäten.
Ein Kalender in den Farben des Oderbruchs
Altlewin (A.G.) Auf ein gutes Dutzend bringt es der Oderbruchkalender der Malerinnen Barbara Nagel und Gisela Neumann mittlerweile. Gefeiert wird das Erscheinen der Ausgabe 2005 in traditioneller Weise mit vielen Freunden aus dem Oderbruch und weit darüber hinaus morgen ab 13.00 im Gasthof "Zum Alten Fritz" in Altlewin (Märkisch-Oderland). "Immer der gleiche Traum" haben die Künstlerinnen ihr begehrtes Periodikum überschrieben. Und ein Traum sind die hier vorgestellten Ergebnisse ihrer sommerlichen Malreise durchs Oderland, Dorfansichten, Flusslandschaft, Bäume, Blumen, zart hingetupft auf den Aquarellen von Gisela Neumann, farbig kräftig konturiert auf den Pastellen von Barbara Nagel. Mit dem Titel folgten sie einer Gedichtzeile von Eva Strittmatter, die für den Kalender eigene Texte und Zeilen ihres Mannes Erwin Strittmatter beisteuert. Nach gutem Brauch wird der Kalender mit einem kleinen Markt mit Erzeugnissen der Region und einem Konzert für Orgel und Trompete in der Backsteinkirche aus der Taufe gehoben.
Noch immer der gleiche Traum
Barbara Nagel und Gisela Neumann stellen am Sonnabend mit einem Fest ihren 12. Oderbruchkalender vor
Von Doris Steinkraus
Altlewin (MOZ) Zum 12. Mal laden Barbara Nagel und Gisela Neumann zum Kalenderfest ein. Veranstaltungsort wird zum zweiten Mal das Areal rund um den Gasthof 2Zum Alten Fritz" in Altlewin sein. Im vergangenen Jahr waren die in Kienitz und Groß Neuendorf tätigen Malerinnen nach zehn Jahren Kalenderfest auf Neumanns Hof nach Altlewin umgezogen. Die Premiere war außerordentlich erfolgreich. Das Fest hat damit eine neue Heimatstatt gefunden. Er hat das längst vertraute Outfit, stimmt auch mit dem Deckblatt traditionell ein auf die nachfolgenden Bilder, die den Betrachter durch das nächste Jahr begleiten sollen. Gisela Neumann und Barbara Nagel waren wieder in ihrer zweiten Wahlheimat unterwegs, zeigen die Ergebnisse ihres Träumens. Gisela Neumann hat die Landschaft in Aquarellen eingefangen, Barbara Nagel wie gewohnt in Pastellen. Die Bilder scheinen sich zu gleichen, müssen es wohl auch, denn in der Technik unterscheiden sie sich nicht von denen der anderen Kalender. Und doch beschert der Jahresbegleiter wieder manch neue Einsicht, geliefert durch die Natur selbst. "Die Landschaft ändert sich ständig. Man kann an den selben Orten immer wieder neues Entdecken", steht für Barbara Nagel fest." Wir suchen aber auch bewusst neue Orte, waren zum Beispiel zu ersten Mal bis Bad Freienwalde", ergänzt Künstler-Kollegin Gisela Neumann. Der Kalender lohnt sich nicht nur wegen der neuen Ansichten. Er ist einmal mehr eine Kombination von Wort und Bild. Vor drei Jahren hatten die beiden Wahl-Oderbrüchnerinnern den Kontakt zu Eva Strittmatter gesucht. Sie baten sie um die Zustimmung, Zitate ihres Mannes Erwin für jedes Monatsblatt verwenden zu dürfen. Die Schriftstellerin war vom Resultat so begeistert, dass sie nicht lange überlegte, als Gisela Neumann und Barbara Nagel für den Kalender 2004 Zitate von ihr selbst erbaten. Nun soll es noch mal ein Kalender werden, der eng mit dem Namen Strittmatter verbunden ist. Dieses Mal enthält er im Wechsel Worte von Erwin und Eva Strittmatter. Eva Strittmatters Worte "Immer der gleiche Traum" war denn auch Namensgeber des neuen Kalenders, passend wie so vieles in dieser Künstlerkombination. "Wir haben die gleiche Wellenlänge", freut sich Gisela Neumann. "Wir schöpfen wie sie aus der Natur viel Kraft. Wir lieben wie sie Poesie und Natur." Es scheint, als ob die Zitate eigens für jedes Blatt geschrieben wurden und doch war es umgekehrt. Die Frauen lasen bei Strittmatters und fanden ihre Bilder dazu. Ob Eva Strittmatter wie im vergangenen Jahr zum Kalenderfest kommt, ist noch nicht klar. In jedem Falle wird es wieder viel Trubel geben. In der Hofgalerie sind die Bilder des zurückliegenden Malsommers der beiden Frauen zu sehen. In der Backsteinkirche erklingt ab 15 Uhr Musik und um 16 Uhr gibt's das legendäre "Colorus de Flamenso". Kirsten und Jürgen Dunkel halten viele kulinarische Genüsse bereit und wie immer erwartet die Besucher ein Markt mit Oderbruchspezialitäten.
Besucher folgten Ruf nach Altlewin
11. Kalenderfest am neuen Veranstaltungsort angenommen / Eva Strittmatter unverhofft zu Gast
Von Heike Stachowiak
Altlewin (MOZ) Der Umzug von Groß Neuendorf nach Altlewin hat dem traditionellen Kalenderfest keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Die elfte Auflage war ein riesiger Erfolg. Die Gäste aus Berlin, Hamburg und Nürnberg sowie aus der Region waren am Samstag dem Ruf der Veranstalterinnen gefolgt. Gisela Neumann und Barbara Nagel waren überwältigt vom Zuspruch. Für Überraschung sorgte Eva Strittmatter. Die Schriftstellerin hatte sich kurzerhand entschlossen, dem Fest doch noch einen Besuch abzustatten. Eine Stimmung, wie sich Gisela Neumann und Barbara Nagel gewünscht hatten. Buntes Markttreiben, gesellige Unterhaltung, künstlerische Begegnungen - das Konzept des Kalenderfestes ging auch am neuen Veranstaltungsort in Altlewin auf. Weil der Platz für die zahlreichen Gäste in Groß Neuendorf zu eng geworden war und sich keine Lösung mit der Gemeinde fand, entschieden sich die zwei Frauen umzuziehen. Nach Altlewin. Ihnen folgten Markthändler und Handwerker gleichermaßen. So u. a. Kurt Raabe. Für den 76-jährigen Korbmachermeister war es keine Frage mit nach Altlewin zu wandern. Und so hatte er seinen Stand unmittelbar an der kleinen Kirche aufgebaut. Dort boten auch Michaela und Siegfried Weihs frisches Gemüse feil. Wenige Schritte weiter kredenzte der Wirt vom " Alten Fritz ", Jürgen Dunkel, seine Spezial-Fischsuppe. Der Altlewiner Gastwirt, er gehört von Anfang an zu den Akteuren des Kalenderfestes, brachte im Laufe des Nachmittages zirka 200 Portionen seiner Köstlichkeiten an Mann und Frau. Nebenan gingen die Schmalzstullen weg wie warme Semmeln. Gerade an einem der zahlreichen Tische niedergelassen hatte sich Ursula Schmidt. Sie ist schon Stammgast beim Kalenderfest, kennt Groß Neuendorf und den dortigen Veranstaltungsort. " Aber hier gefällt mir das Ambiente viel besser. Es ist großzügiger und die Landschaft ist schöner". Zeigte sich die Berlinerin gut gelaunt. Selbstverständlich hatte sie auch schon ein Exemplar der neuesten Kalenderausgabe erworben- gestaltet mit Oderbruchmotiven, gemalt von Gisela Neumann und Barbara Nagel. Die zwei Künstlerinnen waren ob der großen Resonanz überwältigt. Bereits heute steht fest - das zwölfte Kalenderfest wird wieder auf dem Geländerund um den "Alten Fritz" in Altlewin stattfinden. Die Leute haben es angenommen. Barbara Nagel bedauert allerdings ein wenig aus Groß Neuendorf weggezogen zu sein. Wegen der Groß Neuendorfer, die "uns jedes Jahr unterstützt haben". Sie verstehe die Bürgermeisterin nicht. "Sie will Touristen in den Ort locken und mit dem Fest vergibt sie sich die Chance, Gäste aus ganz Deutschland begrüßen zu können", sagte sie gegenüber MOZ. Jetzt sei man aber in Altlewin angekommen. Für eine Überraschung sorgte an diesem Nachmittag ein ganz besonderer Gast: Eva Strittmatter. Es dauerte nicht lange, da hatte sich ihre Anwesenheit herum gesprochen. Zeit für Autogramme. Die nahm sich Lyrikerin dann auch und platzierte geduldig ihr Signum in den neuen Kalender. Ihre Gedichte und poetischen Bilder untermalen jedes der zwölf Monatsblätter
Ausstellungseröffnung im Friedersdorfer Kunstspeicher
Einladung zu sehen und zu erfahren
Aquarelle und Pastelle erzählen von der Schönheit der Grenzlandschaft
Friedersdorf. Besucherrekord dürfte der
Friedersdorfer Kunstspeicher am Sonntag Nachmittag erlebt haben. Mehr
als 250 Leute waren zur Buchpremiere und Ausstellungseröffnung der
beiden Malerinnen Barbara Nagel und Gisela Neumann gekommen. Nicht ein
Stuhl, nicht ein Treppenabsatz oder Holzvorsprung waren mehr frei. Ein
großer Teil der Gäste, die vor allem auch aus dem Raum
Letschin, Groß Neuendorf, Kienitz und dem alten Freundeskreis
Berlin gekommen waren, musste gar stehend den Auftakt verfolgen.
Eleonore Kühn vom "Haus Birkenweg" Letscin machte den beiden
Künstlerinnen in ihrer Rede ein sehr schönes Kompliment:" Sie
feiern seit neun Jahren das was die Region in diesem Jahr mit dem
Trockenjubiläum offiziell in ihren Kalender geschrieben hat. Sie
tragen auf einfühlsame weise dazu bei, eine wunderschöne
Landschaft populär zu machen und werden dabei oft viel besser
verstanden und ernster genommen als mancher Politiker." Die Ausstellung
und das zweite Malwanderungsbuch "Es ist die Luft, die klingt, oder ist
es das eigene Herz" zeigen einmal mehr, wie vielfältig die
Landschaft links und rechts der Oder ist. Die zwischehn Berlin und
Groß Neuendorf bzw. Kienitz pendelnden Künstlerinnen
überraschen mit den unzähligen Variationen der
Landschaftsmalerei. Die Aquarelle von Gisela Neumann und Pastelle von
Barbara Nagel laden ein zu sehen ihren Beobachtungen zu folgen, die
Landschaft zu entdecken. Das schließt die Begegnung mit den
Menschen beiderseits des Grenzflusses, die Neugierde darauf. Die Frauen
untersetzten dies mit Leseproben aus ihrer zweiten Malwanderung die sie
Strom auf bis Reitwein und Lebus geführt hat. Sie erzählen
von ihrer Angst, als am einsamen Oderufer Männer auftauchten. Die
Angst erwies sich als unbegründet. Es waren Kameraleute.
Unbegründet war auch die Befürchtung, das alle Papiere bei
einem Ausflug auf Polnische Seite für Immer verloren waren. Zwei
Wochen später bekamen die Frauen Post von einem Bauern aus Polen.
In mühsamen Deutsch berichtete er, das er die Papiere gefunden
hat. Solche Erlebnisse und Begegnungen sind Bestandteile des Buches,
das am Sonntag zum ersten Mal druckfrische vorlag und gleich seine
Liebhaber fand.
Doris Steinkraus
Atelier im Oderbruch
Der Oderbruchkalender 1997 ist da, und wieder dürften die
Freunde dieser Landschaft mit ihrer herben Schönheit und
naturvollen Weite angenehm überrascht werden. Zarte Pastelle von
Barbara Nagel und hingehauchte Aquarelle von Gisela Neumann begleiten
den Betrachter übers Jahr durch die Landschaft des Oderbruchs. Wie
im letzten Kalender, für den eine groeß Nachfrage bestand,
sind die Monatsbilder wiederum als Postkarten zu verwenden; die beiden
Künstlerinnen vom "Atelier im Oderbruch" haben -"das Leben
fließt wie ein Traum - den Szenen aus der Natur sparsame Worte
und Gedanken von Malern und Dichtern beigegeben. Im Oderbruchatelier
endstanden Bilder aus der Gegend von Lebus, Giesdorf, Groß
Neuendorf, Kienitz, Zellin und anderen Orten. Unser Bild von Gisela
Neumann zeit "Alte Eichen im Luband" bei Groß Neuendorf"..
Lo.
Malwanderungen: blauer Himmel und weite Seele
Ausstellung in Neuhardenberg über das Oderbruch
Von unseren Redaktionsmitglied Susanne Lenz
Seelow. Die meisten Menschen erobern sich eine neue Landschaft mit dem Fotoapparat. Die beiden malenden Frauen, wie sich Barbara Nagel und Gisela Neumann selbst nennen, nähern sich dem Oderbruch mit ihren Aquarellen. Seit 1985 leben die beiden zeitweise in diesem Landstrich an der polnischen Grenze, konnten aber immer nur auf der einen Seite des Flusses ihre Entdeckung machen. Nachdem der Grenzübergang Hohenwutzen eröffnet wurde, gingen die beiden auf Entdeckungsreise am anderen Ufer. Seit Sonnabend werden die auf diesen "Malwanderungen" entstandenen 50 Pastelle und Aquarelle in einer Ausstellung in Schloss Neuhardenberg gezeigt. Zu ihren Bildern schrieben die Künstlerinnen ein Buch mit dem Titel "Und der Himmel wurde blauer, und die Seele wurde weit", in dem sie ihre Erlebnisse und Begegnungen mit den polnischen Nachbarn aufgeschrieben haben. "Gemalte und geschriebenen Augenblicksbilder", nennen Barbara Nagel und Gisela Neumann ihre Werke. Ausstellung und Buch wurden angeregt von dme Vorsitzenden der Kultur- und Bildungsstätte Neuhardenberg e.V., Gerhard Puschke. Sein Anliegen ist es, Begegnungen zwischen polnischen und deutschen Künstlern zu fördern. Barbara Nagel und Gisela Neumann: Und der Himmel wurde blauer und die Seele wurde weit, 60 Seiten, 30 Abbildungen, 24,80 Mark. Das Buch ist in Neuhardenberg und in ausgewählten Berliner Buchhandlungen erhältlich.
Ausstellung
Augenblicksbilder
ab 14.07.2012
im Kunstspeicher Friedersdorf
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.